Biographie

Als eine Formation von Disc- und Lightjockey bildete sich 1994 Mystic Mountains.
Kern dieser Bewegung waren damals wie heute Michael und Oliver. Inspiriert durch die elektronische Tanzmusik der frühen 1990er Jahre wurden noch zu Schulzeiten die ersten kleinen Events veranstaltet.

08.12.1994: The Beginning

Erstes Plakat

Als absoluter Ursprung gilt immer noch der 08. Dezember 1994. An jenem Tag sollte die musikalische Karriere einer wunderbaren Bewegung beginnen. Weihnachtsbasar der Realschule Kusel. Eigentlich nur aus einer Trotzreaktion heraus gegen das vorgeschlagene T-Shirts-Batiken von der Klassenlehrerin entstand Mystic Mountains - so kurios es auch klingen mag. Die angezettelte Schuldisco wurde ein voller Erfolg und brachte außer einem Haufen wütender Lehrer und einem mit Colabier verklebten und Zigarettenkippen-Brandflecken-gezeichneten Klassensaal auch einen riesigen Gewinn für ein partnerschaftliches Ruanda-Projekt ein. Somit konnte sich keiner beschweren.

Friede, Freude, Eierkuchen und die Lust auf mehr...

01.04.1995: Soundhouse

Soundhouse 1

Soundhouse, die erste, durchweg allein organisierte Party, erfreute sich in Schülerkreisen großer Beliebtheit. Wir erinnern uns noch alle gerne daran, als um 20.00 Uhr die Tür aufging und plötzlich mehrere hundert Personen den Saal stürmten. Damit konnte keiner rechnen. Wie konnte sich eine Party, die als "privat" dotiert wurde, nur so herumgesprochen haben? Egal, wir alle hatten unseren Spaß. Nun galt es, diesen Status auszubauen und weiter zu feiern.

15.07.1995: Soundhouse 2 - The second redemption

Soundhouse 2

Auch Soundhouse 2 - The second redemption bot dem Publikum eine spektakuläre Kulisse und krachte seinerzeit voll ein. Unfassbar, wenn man bedenkt, dass das DJ-Projekt eigentlich als Eintagsfliege geplant war.

02.03.1996: Soundhouse 3 - The great mission

Soundhouse 3

Soundhouse 3 - The great mission brachte die Wende. Zum ersten Mal wurden die begehrten Technics Turntables mitsamt professioneller Licht- und Tontechnik angemietet. Nach knapp einem dreiviertel Jahr Funkstille und der damit verbundenen Erweiterung des Horizonts rangen die beiden Protagonisten dazu, unter den kommerziellen Einheitsbrei einen Schlußstrich zu ziehen und die Welt mit dem weiten Repertoire der elektronischen Clubmusik erfolgreich zu beglücken.

23.11.1996: Soundhouse 4 - The extension

Soundhouse 4

Soundhouse 4 - The extension wurde trotz des heftigen Eisregens (wir erinnern uns noch alle mit einem tränenden Auge daran...) ein ausgelassener und nahezu perfektes Event. Zum ersten Mal durfte das kritische Publikum eine riesige Lasershow bestaunen. The raving society. Zu der damaligen Zeit häuften sich die Bookings für andere Veranstaltungen, so dass Soundhouse 4 für eine längere Zeit die letzte eigene Veranstaltung in einem solchen Ausmaße wurde. Give 'n take. Es hatte sich mittlerweile eine eingeschworene Fangemeinde gebildet, die unsere Heroes nahezu überall hin verfolgten.

Nach vielen Auftritten in heimischen Territorien konnten nun ebenso Auftritte in ferneren Gefilden verbucht werden, wie zum Beispiel die Technostrassenbahn in Ludwigshafen oder auch die spektakulären Maulwurfparties in Miesau, um nur einige zu nennen. Auch wurden zahlreiche Zweitprojekte ins Leben gerufen, die die Klangeskunst von Mystic Mountains bekräftigend unterstrichen.

1999: Reformation

Nach einer künstlerischen Pause durfte sich nun das Publikum an der konsequenten Weiterentwicklung elektronischer Musik in Form von Electric Live Performance erfreuen.

Mystic Mountains feilten an neuen Techniken. Ab 1999 akzentuierten sie ihre Ideen auf die eigene, synthetische Musik. Die Klangküche wurde mit neuem Equipment und diversen Synthesizern aufgestockt.

Electric Live Performance sollte der Überbegriff sein für eine altbewährte Mischung aus Trance, Electro und Acid, dennoch aber vermischt mit den Einflüssen, die den mystischen Sound einzigartig erscheinen lassen. "Videolectro" könnte man den Stil nennen in Anlehnung an die Vorliebe der beiden für die Werke des Pionieren der frühen Computersounds Chris Hülsbeck einst auf dem unvergessenen C64. An unseren DJ's sind die 1980er eben nicht ganz spurlos vorübergegangen. LoFi, ganz im eigentlichen Sinne, wurde plötzlich wieder groß geschrieben. Klänge, die sich sehr gut in die Pixelzeit der Computer hineininterpretieren ließen, inspirierten immer mehr.

Auch die Electric Live Performance hatte zusehens anhand der produzierten Demotracks und den vielen Livesessions ihre Fanatiker gefunden.

Es folgen eine Reihe von Auftritten im Techno- und Housebereich. Hierbei sei das Phönix in Körborn als zentrale Anlaufstelle der Crowd erwähnt. Weiter konnten die beiden mit weiteren Partybeschallungen glänzen, wie z.B. Maulwurf (Miesau), Amok inside (Kusel) und Tunnelevent (Bledesbach).

2003: Revolution

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Mit der phänomenalen Sommer Party Revolution und den legendären Silvesterparties zeigt Mystic Mountains die triumphale Rückkehr zu den massenkompatiblen Events, die dem bewölkten Alltagsleben entschieden entgegenwirken. Die Jungs sind reifer geworden. Die Parties sind reifer geworden. Umso besser!

Mystic Mountains - wer kennt sie nicht? Die DJ's feiern zur Zeit ihr 20-jähriges Bestehen. Ihre Musik lässt sich oft nur schwer in eine Kategorie einordnen. Vielleicht gerade deshalb schaffen sie es immer wieder, die Stimmung auf maximale Glücksgefühlkonzentration anzuheizen. Mit dem Prädikat "Feiern bis in die frühen Morgenstunden" haben die beiden schon etliche partyreiche Nächte um viele schöne Stunden verlängert. Zahlreiche Spiele mit dem Publikum und ein ausgefallenes Ideenrepertoire lassen dabei keine Langeweile aufkommen. Das Ziel: Fühlt Euch wohl!

Zu den Neuzeitparties: Die Reviews.